Neulich – Dolomiti Outer Space / Teil 2

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Nachdem das Kraut der Weisen auf dem Planten Rolle nicht gefunden wurde, startet Don DieMotte seinen WieErSieNannte weiter in Richtung Passo Giau.

Dieses Schild weisst ihm den Weg. Noch 16 Lichtjahre bis zum Ziel XII.

 

Seit Jahrhunderten gibt es in Colle Santa Lucia eine ausgezeichnete Verpflegung für alle Weltenwanderer.

 

Hier wird auch die ladinische Tradition gepflegt.

 

Am Paso Giau beginnt der Weg zum Rifugio Averau und den Cinque Torri.

 

Auf der Terasse des Rifugio Nuvolau bei einer Brotzeit zu sitzen ist ein luftiges Erlebnis. Wie ein Adlernest tront die Hütte auf dem Gipfel in 2575 Höhe. Aus eigener Erfahrung: Das Bier schmeckt dort besonders gut und die Aussicht ist schier unglaublich.

Archivbild von 2006:

 

Der Weg hinauf aber steinig.

 

Am Averau-Grat der Blick zu den Cinque Torri. Seht ihr die Hütte in der Mitte? Zur Relation der Dimensionen.

 

Beim Rückweg im Abendlicht leuchten die Lärchen zwischen den Felskugeln.

 

Endlich das Kraut der Weisen?  Eine Berganemone.

 

Die Bewohner dieser Region machen den Eindruck, als hätten sie das Kraut schon reichlich genossen.

 

Nächstes Ziel sind die 3Cime. Vorher geht es vorbei am Lago di Musirna.

 

Der Plan ist auf dem Parkplatz der Auronzohütte zu übernachten. Von dort ist man ca.1 Stunde unterwegs bis zum Paternsattel. Auf dem Weg zum Sattel begegne ich mehreren Fotografen und mir schwant, dass ich wohl nicht der einzige Fotograf zum Sunset sein werde. Es handelt es sich ja auch um einen der bekanntesten Fotospots in den Alpen.

 

Am Sattel der Drei Zinnen angekommen, ziehen immer mehr dunkle Wolken auf. Der Wind entwickelt sich langsam zum Sturm. Vor einem Gewitter habe ich doch grossen Respekt. Wie weit ist es bis zur nächsten Hütte ? Ich schätze ca.10 Minuten und beschließe es auszusitzen. Was heisst sitzen? Die Regenkleidung wird schon mal angezogen. Mittlerweile ist die Luft merklich abgekühlt und ich bin froh über meine Daunen-Regenkombination. Der Vorteil: keine anderen Personen mehr zu sehen. Ich habe das Gelände für mich.

 

Weiter oben entdecke ich einen Klettersteig mit einer Stellung aus dem ersten Weltkrieg. Das ist der ideale Zufluchtsort. Trocken, windgeschützt und der ideale Standplatz für den Fotografen.
Aber den Kopf einziehen.

 

Neueste Wahrheit von Radio Russia:  Bei den 3 Zinnen handelt es sich um die Zähne eines Riesen. Dieser hatte die Erde mit einem Apfel verwechselt, aber ausgerechnet zuerst in die Dolomiten gebissen.
Aus meiner Sicht logisch, könnte was dran sein. Mein Freund Michael hat übrigens die mittlere Zinne bzw. den Schneidezahn schon überquert, und hat diese Story bestätigt. Der mittlere Zahn hatte diverse schwarze Löcher – eindeutig Karies!

 

Am Ende des Tages – die blaue Stunde.

 

Danach noch ein Blick auf die Sterne zur Planung der Rückreise zum Heimatplaneten.

 

Tja, um das Kraut der Weisen zu finden, wird wohl eine weitere Expedition notwendig sein.

Liebe Grüße
Franz

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