Neulich unter der Ozeanoberfläche

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Wer heute in Bayern aus dem Fenster schaut, sieht was ? Genau Nix, nur trübe Nebelsuppe. Gestern kam ich mir vor wie in einen Ozean der Feuchtigkeit aus dem ich unbedingt auftauchen musste. Die Wetterapp war sich nicht sicher, was das Bergwetter betraf. Hochnebel oder Sonne? Egal – der Bluebus quasi als U-Boot stand bereit und startete pünklich um 3:15 Uhr Richtung Südost.

Als Aufstiegshilfe hatte ich das e-bike dabei, obwohl die Schnee-/Eislage unklar war. Am Sudelfeld – immer noch unter Wasser – wird aufgesattelt und mit 2 m Nichtsicht der Forstweg hochgekurbelt.

Kurz vor der Lacheralm durchbreche ich unerwartet die Ozeanoberfläche und unzählige helle Sterne funkeln mich an. Das hebt die Laune, denn ich habe natürlich wieder kiloweise Equipment dabei, in der Hoffnung auf schöne Farben.

 

Am Gipfel des Wildalpjoches befindet man sich ein Stück über dem Ozean. Die blaue Stunde leitet das Theater der Farben ein.

 

Es wir schon heller am Horizont. Hier ein fast 360 Grad Panorama, mit dem Gipfelkreuz.

 

 

Der Wind kühlt mich doch merklich aus. Heisser Tee hilft etwas.

Langsam taucht auch die Sonne auf und bringt etwas Wärme.

 

 

Alles wird in Orange getaucht.

 

 

Nun ist heller Tag, der Fotograf hat Zeit für eine Brotzeit hinter einem Felsen als Windschutz. Langsam tauchen vereinzelt Gemsen auf. Eine geht sogar in weniger als 5m hinter meinem Felsen vorbei, ohne mich zu bemerken (glaube ich wenigstens). Wer kann in diesem Foto 2 Gemsen erkennen?

 

Das ist kaum möglich. Aber herausvergrößert sind sie sichtbar.

 

Ich sehe 2 Gämsen wie wild in vollem Galopp die Wiesen hinunter rennen. Dabei muss es sich um Böcke, im Wettbewerb um die Rangfolge handeln. Derzeit sind die Gämsen in der Brunft, erklärt mit ein Jäger beim späteren Abstieg.

 

Soll ich wirklich aus der Sonne wieder in die Unterwelt? Vieleicht liegt das Glück ja wirklich hier oben…

 

 

Mit einem eleganten Kopfsprung tauche ich wieder in den Ozean ein, fahre nach Hause und schüre den Kachelofen ein. Was bleibt einem übrig?

 

 

Liebe Grüße

Franz

 

 

4 Antworten

  1. Eugen

    Lieber Franz, Danke für die Mitnahme auf deine Bergtour…….auf gut Bayerisch: a Hund bist scho

  2. Mohamed

    fabelhaft….so scheee….da woaß ma gar ned was ma sag’n soll…ausser:
    Vielen Dank, lieber Franz 🙂

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