Neulich am Douro

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Der vierte und letzte Teil meiner Portugal Reise führte mich den äußersten Nordosten – an den Douro Canyon. Der Douro bildet über viele Kilomenter die Grenze zu Spanien, lange bevor er dann in Porto in den Atlantik fließt.

 

 

Auf dem Weg zum Aussichtspunkt Fraga do Puio kommt man durch den Ort Picote, dessen älteste Häuser zu einer Art Bauernhofmuseum geworden sind.

 

 

Kurz vor der Schlucht überraschen mich neugierige Geier, die ihre Nester in die steilen Felsen des Canyon gebaut haben.

 

Hier macht der Douro einen Knick. Das gegenüberliegende Ufer gehört schon zu Spanien.

 

 

Ist das der Thronsitz des letzten Königs von Portugal? Wurde anscheinend entsorgt.

 

Vereinzelt blühende Mandelbäume

 

 

und Hinkelsteine (noch nicht blühend).

 

Langsam sinkt die Sonne und die Schatten werden länger.

 

 

Am Abend bezog ich in Miranda do Douro mein Luxusresort für Euro 35/Nacht. Ich war der einzige Gast und das Zimmer fühlte sich eher nach einem Kühlschrank an. Die Klimaanlage erwärmte ausreichend die Zimmerdecke, was durchaus zu warmen Ohren hätte führen können, wäre ich ständig auf dem Bett gestanden. Was will ich mich beschweren, die Stromkosten waren wahrscheinlich höher, als der Preis für die Übernachtung.

 

Am Morgen wollte ich eigentlich den Sonnenaufgang an der Douro-Schleife ablichten. Aber wie das mit dem Timing so ist, es herrschte relativ dichter Nebel.

 

Hier die Douro-Schleife, nicht zu verwechseln mit der Saar-Schleife, aber halt ohne aufgehender Sonne.

 

Steine gibt es hier ja genug und damit Baumaterial für gemütliche Sitzgruppen.

 

Dunst hat es hier sicher häufiger. Die Bäume sind mit reichlich Flechten behangen.

 

 

Und wer sich ausreichend durch das Gestrüpp zwängt, findet immer neue Stellen mit Boa Vista.

 

 

Schon Obelix wusste es: Zu jedem Haus gehört ein Hinkelstein.

 

 

Miranda do Douro ist ein spezieller Ort. Auch wenn die Trutzburg schon in die Jahre gekommen ist, scheint es, als wären manche Kneipenbesitzer doch etwas nachtragend. In einer Pizzeria – und das war das einzige offene Restaurant am Ort – wurde ich erst einmal komplett ignoriert, obwohl der einzige Gast. Später kommende Bekannte oder Stammgäste hingegen wurde überaus freundlich mit warmen Getränken und Essen versorgt.

Selbst nachdem ich nach meinem Aufbegehren eine Bestellung abgeben konnte, war auch nach 30 Minuten noch kein Kaffee in Sicht. In bin dann halt gegangen. Im Netz war dann nachzulesen, dass es vielen Touristen – vor allem spanischen – so ergangen ist.
Dabei ist der letzte Krieg gegen Spanien doch schon 300 Jahre vorbei….

 

Mein köstliches Menü am Abend bestand dann aus einer Dose Tunfisch, einem Schokoriegel und einer Orange. Hab schon schlechter gegessen.

 

 

Schau mir in die Augen….

 

 

 

Am nächsten Morgen war der Himmel zwar klar, den Sonnenaufgang hatte ich allerdings verschlafen. Vielleicht war auch mein Wecker eingefrohren, bei nur einem Grad Celsius Lufttemperatur.

 

Keine Ahnung wer diese Rieseneier hier vergessen hat. Vielleicht der Sohn des Uranos.

 

Nein, das ist nicht Stonehenge. Diese Steine müssen erst noch wachsen.

 

 

 

Die Gegend am nordöstlichen Douro ist sehr dünn besiedelt. Sie wirkte recht archaisch auf mich. Irgendwie scheint dort die Zeit stehen geblieben zu sein. Gerade weil es dort anders ist, als in den meisten, mittlerweile touristisch zu gut erschlossenen Gegenden in Westeuropa, hat es mir hier sehr gut gefallen. Vielleicht ist Februar, aufgrund der niedrigen Temperaturen, nicht unbedingt die beste Reisezeit, aber das hatte ich auch schon vorher geahnt.

 

Liebe Grüße

Franz

 

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