Neulich – Neue Federn für die Isar-Indianer

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Uns Isar-Indianern waren mal wieder die Federn ausgegangen. Nachdem deren Anzahl und Größe ja für den Status des Indianers unheimlich wichtig sind, blieb uns nichts weiter übrig, als unser Bierkrüge und die Weißwürste stehen zu lassen und in den Süden aufzubrechen. Lt. Wiki sollen auf einer kleinen Insel im Lago Maggiore seit einiger Zeit wieder Südseeadler gesichtet worden sein. Wie jedes Kind weiß, haben die Südseeadler die längsten und schönsten Federn der Welt. Aber wie auf eine einsame Insel kommen?  Wie einst Fitzgeraldo über die Anden, haben wir unsere Reise über die Alpen mit 2 Booten angetreten.

Es war schon eine Mordsplackerei. Elefanten wie Hannibal hatten wir keine zur Verfügung. Also, selbst ist der Indianer, den Schmerz kennt er ja bekanntlich sowieso nicht.

 

Hier sind wir schon im Tessin und kommen langsam in schneefreies, bewohntes Gebiet:

 

 

Diverse, tödliche Gefahren sorgten für Unterhaltung auf dieser Reise. Schon Eingangs eines dunklen Tales, begenete uns die Schwarze Zamba. Entfernt mit dem Fahrradschlauch verwandt und hochtoxisch.

 

Die Schlangenbäume – lat. fagos anguis – versuchten uns mit ihren Schlangenwurzeln einzufangen. Gott sei Dank, schwitzten wir so stark, daß die Wurzeln uns nicht festhalten konnten.

 

Später überfielen uns die Gehörnten. Diese sondern betäubende Gase aus dem Hinterteilen ab, um uns ins Koma fallen zu lassen und dann ausrauben zu können.
Allerdings ist das misslungen, da unser eigener Geruch alles überdeckte.

 

Daurauf hin versuchte uns ihr Schamane zu hypnotisieren:

Mir wird jetzt noch leicht schwindlig, wenn ich ihm in die Augen sehe.

 

Als allen nix fruchtete, wollten sie unseren letzten Proviant rauben.

 

 

Schließlich kamen wir an eine uralten Kultstätte der Walser. Ich dachte ja erst, das ist ein Gasometer, wurde aber im Inneren eines besseren belehrt.

 

 

Was auf diesem Altar in vergangenen Zeiten alles so geopfert wurde, erzähle ich lieber nicht. Sonst wird meine Webseite vom Jugendschutz einkassiert.

 

Wir durchqueren das Vale Grande:

 

und endlich scheint ein Ende der Berge und ein Gewässer in Sicht.

 

Anfangs ist die Maggia noch recht verblockt.

 

 

Aber schliesslich wird sie breiter und wir bekommen endlich  Wasser unter den Kiel.

 

Auch der erste Ort taucht auf. Hier werden wir von den Einwohnern auf Schritt und Paddelschlag beobachet.

 

An jeder Ecke ein Posten.

 

Endlich, der See ist in Sicht.

 

 

Im Gleichschlag zur Insel.

 

Leider landeten wir zuerst auf der Pirateninsel und wurden entsprechend gerupft. Wenn das kleine Bier 6 Euro kostet, weiß man, die Insel trägt den Namen zurecht.

Hier das Piraten-Hauptquartier.

 

Auf der richtigen Insel – die Isola Madre – gelandet, sind merkwürdig viele Spitzen zu sehen. Hoffentlich kein schlechtes Ohmen. Machen wir uns lieber auf die Suche nach den Südseeadlern.

 

 

Hier ist schon der Erste. Schaut recht eingebildet drein, von seinem antiken Brotzeittisch.

 

Wow, tolle Federn hat er schon. Aber Weiß, das geht gar nicht an der Isar.

 

Die anderen Adler verstecken sich lieber.

 

Von diesem hier, bekamen wir leider auch keine.

 

Der Rest verschanzt sich in der Villa.

 

 

Zu guter Letzt ein Angebot vom Spatz. Aber die Preise sind völlig überhöht nach der Covid Krise. Ich glaube wir fragen lieber mal beim bayerischen Pleitegeier nach Federn…

 

Wen es interessiert: Die Bilder sind vom Maggiatal (Schweiz), Lago Maggiore (Verbania)  und Umgebung. Die Kirche befindet sich im Maggiatal in der Nähe des Ortes Fusio.

 

Liebe Grüße

Franz

 

3 Antworten

  1. Lenz

    Lieber Franz,
    stundenlang gab es nichts zum Lächeln, nur ernste Arbeit. Dann ein „Neulich“ von Dir. Deine Bilder und der nette Kommentar dazu, lassen die Mundwinkel wieder nach oben gehen. Danke!

  2. Martin

    Herzlichen Dank an den Bildermagier und Geschichtenerzähler für die fantasievolle und vergnügliche Kurzweil.

  3. Eugen Heilmann

    Lieber Franz, wenn mir diese Eigenschaft nicht fremd wäre, wäre ich jetzt neidisch! So freue ich mich ganz einfach mit euch über so schöne Erlebnisse…

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