Neulich – Wann I mid meina Wampn kannt,

Neulich – Wann I mid meina Wampn kannt,

dann gangad I auf d‘ Kampnwand.

So lautet der altbekannte Spruch zum den über dem Chiemsee aufsteigenden Felsen. Nicht ganz unberechtigt, wenn man die Kraxlerrei über die von Menschemassen glatt gewetzten Felsen berücksichtigt. Andererseits kann man für die ersten 1000 Höhenmeter auch die Seilbahn nehmen. Trotzdem sollte die „Wampn“ nicht zu umfänglich sein, sonst bleibt man kurz vor dem Gipfel in einem Felsspalt hängen.

Um den Sonnenaufgang auf diesem Gipfel zu erleben, fällt die Seilbahn schon mal aus. Also starten wir zeitig und trotzdem fast zu spät. Oder halt „just in time“ um 4:15 Uhr vom Wanderparkplatz.

Zum Einstieg in die Gipfelpassage leuchte noch der Mond in die Felstürme (Handyfoto).

Wir suchen unseren Weg im Licht der Stirnlampe. Kurz vor dem Gipfel geht es auf relativ schmalem Steg am vorstehenden Fels entlang. Zwar hilft das Metallseil, aber der Abgrund gähnt bedrohlich in Nachtschwarz…

Als wir später oben ankommen leuchtet bereits der Horizont und kündet den Tag an. 

Von Westen her schieben sich Wolken der Sonne entgegen.

Farbenfroh leuchtet der Himmel auch in südöstlicher Richtung.

Wie jeden Tag geht die Sonne auf, aber heute sind wir mit allen Sinnen dabei.

Die angenehme Wärme ist quasi sichtbar gemacht.

Der Berg schlägt seinen Schatten bis ins Zentrum. Die Pyramide von Rosenheim..

Auch der Nebel leuchtet in Zart-Rosa und wird sich vielleicht bald auflösen

Das Panorama zeigt einen Spiralnebel auf dem Chiemsee.

So, das Gipelfrühstück ist beendet. Mit intensiven Eindrücken ist unser Akku wieder für ein paar Tage aufgeladen.

Liebe Grüße

Franz

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