Neulich Stürmische Tage an der Küste
Neulich , wie immer Anfang Dezember, zieht es uns an Portugals Westküste.
Wir starteten dieses mal in Nazare, dem Mekka der Wellenreiter. Eigentlich ist Nazare ein kleines Fischerdorf, dem, der vor der Küste befindliche Tiefseegraben, zu extrem hohen Wellen und dem damit verbundenen Surfer-Tourismus verholfen hat.
Der Ort unterteilt sich in einen alten Nordteil auf der Klippe und dem früher nur von Fischern bewohnten Südteil, mit dem breiten Sandstrand.
Obwohl die sehr hohen Wellen nur am Nordstrand unterwegs sind, sollte man am Leuchtturm lieber ein paar Schritte zurückweichen.
Wie vor hundert Jahren werden hier noch der Bacalhau und anderes Meeresgetier zum Trocknen aufgespannt.
Im alten Ortsteil Sítio, befindet sich am Hauptplatz, die Santuario de Nossa Senhora.
Geht man weiter Richtung Klippe, sieht man schon die Schaulustigen, beim Beobachten der Wellen und der dazugehörigen Reiter. Vor kurzen fanden hier die Weltmeisterschaften im Wellensurfen statt.
Nach Nazare verbrachten wir noch 2 verregnete Tage in Porto. Der Nässe ausweichend, konzentrierten wir uns auf die kulinarischen Leckerbissen im Markt.
Ach ja, den schönsten aller Haupt-Bahnhöfe besuchten wir auch noch.
Am Ende waren Strandwanderungen angesagt. Ausgangspunkt: Vale D. Sancho bei Aljezur.
Diese Leiter und das Seil sind nur etwas für sehr Mutige.
An der portugiesischen Westküste stranden so einige mystische Gestalten aus der Vergangenheit, wie der Drache mit dem gezackten Rücken, am Praia da Amoreira.
Oder die ins Meer gestürzte Riesenechse aus der Zeit der Saurier.
An atemberaubenden Ausblicken ist kein Mangel. Hier die Küste bei Odeceixe.
Genug frische Seeluft eingeatmet, reisten wir rechtzeitig zu Heiligabend dann doch wieder nach Hause.
Bis Neulich
Euer Franz

Da wollten wir achon immer mal hin, und jetzt bekommen wir diese faszinierende Ecke von Europa von Franz auf dem Fototablett serviert. Das ist wirklich großartig, und der Film über die Surfer: atemberaubend, Danke!!
Der Sturm und die Wellen formen die raue Wildheit dieser Küste seit Ewigkeiten. Und die Menschen die hier in zähem entbehrungsreichem Ringen
dem Meer seine köstlichen Früchte abtrotzen. Scheinbar unbeeindruckt (wie die Naturgewalten) von den Wellenrittern. Die trotz ihres
Wagemuts im großen Gesamtensemble Nazare nur eine Fußnote der Neuzeit ausmachen.
Danke für den aufregenden Ausflug von meinem Dialysebett nach Portugal.
Grüße von Gabi
Wie immer ein wundervolle Beschreibung mit so lebendigen Bildern. Eine Freude und ein Genuss zugleich. Danke Dir lieber Franz.